Presseinformation

Presseinformation Nr. 018 vom 21. Februar 2012

Pro-Age oder Anti-Aging: Der Einfluss der Medizin auf die Sicht des Alterns

Buchveröffentlichung der UMG-Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin zum Thema „Pro Age oder Anti-Aging?“. Experten diskutieren wachsenden Einfluss der Medizin auf den Umgang mit dem höheren Lebensalter.


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(umg) Die Lebenserwartung von Männern und Frauen hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht: Die Menschen werden immer älter. Dies ist zum einen dem höheren Lebensstandard und einer gesünderen Lebensweise zuzuschreiben, aber auch dem medizinischen Fortschritt zu verdanken. Die Medizin gewinnt immer mehr Einfluss auf das Bild des Alters in der Gesellschaft. Medi-zinische Theorien und Behandlungen prägen das Selbstverständnis und die Erwartungen älterer Menschen.

In dem neu erschienenen Buch „Pro-Age oder Anti-Aging? – Altern im Fokus der modernen Medizin“ diskutieren deutsche und internationale Autorinnen und Autoren über die individuellen und gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung. Herausgeber des Bandes sind Prof. Dr. Silke Schicktanz und Mark Schweda aus der Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin (Direktorin: Prof. Dr. Claudia Wiesemann) der Universitätsmedizin Göttingen.

DER ÄLTERE MENSCH IM MITTELPUNKT
Auf 377 Seiten erläutern Ethiker, Philosophen, Sozial- und Geschichtswissenschaftler, Mediziner, Psychologen, Juristen und Theologen, wie die moderne Medizin die Sicht des Alterns verändert. Die Themen der drei Hauptkapitel reichen vom Umgang mit Altersdemenz über die medizinische Versorgung am Lebensende, insbesondere die palliativmedizinische Betreuung, bis zur gerechten Verteilung von Ressourcen und medizinischen Leistungen in alternden Gesellschaften. Eines der drei Hauptkapitel beschäftigt sich mit der Kontroverse um die zurzeit florierende Anti-Aging-Medizin. Diskutiert werden unter anderem Chancen und Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln, Schönheits-Operationen und Hormonpräparaten. Dabei zeigt sich: Die moderne Medizin beeinflusst nicht nur, wie alt wir werden – sie bestimmt vor allem, auf welche Weise wir alt werden.

Weitere Informationen zum Buch unter: http://www.campus.de/isbn/9783593395104

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin
Prof. Dr. Silke Schicktanz, Telefon 0551 / 39-3966
Humboldtallee 36, 37073 Göttingen
sschick@gwdg.de

Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin
Mark Schweda,Telefon 0551 / 39-9316
Humboldtallee 36, 37073 Göttingen
mschwed1@gwdg.de



© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de


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